Die Halbfinalpaarungen in den Playoffs der österreichischen Basketball-Bundesliga nahmen am dritten Spieltag der „best-of-five“-Viertelfinalserien bereits große Form an: Der WBC Wels, die Traiskirchen Lions und der BC Vienna „sweepten“ sich jeweils mit einem 3:0 souverän ins Semifinale. Der vierte Halbfinalist wird zwischen den Swans Gmunden und den Gunners Oberwart ermittelt. Beim Stand von 1:2 aus Sicht der Oberösterreicher folgt am Dienstag Spiel vier in Gmunden. Die Burgenländer können mit einem Sieg sprichwörtlich den Sack zumachen, während die Swans auf ein entscheidendes fünftes Viertelfinalspiel aus sind.

Die am Papier wohl einseitigste Viertelfinalpaarung – zwischen Grunddurchgangssieger Gunners Oberwart und dem Achten Swans Gmunden – geht in die „Verlängerung“: Mit einem eindrucksvollen 88:71-Erfolg am Sonntag machten die Oberösterreicher die „Serie“ wieder spannend, schlugen zurück – und zwingen die Burgenländer ein weiteres mal an den Traunsee zu reisen. Swans-Coach Bernd Wimmer analysierte den Sieg knapp, sprach von „guter Defense und Offense“. Es war nahezu ein „perfektes Spiel“ der Schwäne, die dem amtierenden Cupsieger über 40 Minuten deutlich überlegen waren. Gunners-Manager Andreas Leitner resignierte mit „wir waren nicht ready to play“. Der sonst mit viel Leichtigkeit agierende Grunddurchgangssieger hatte viel zu wenig Ballbewegung – und kein Konzept.

Das bessere Konzept hatten die Swans, die sich in einen „Rausch“ spielten, im zweiten Viertel Momentum aufnahmen – und von diesem getragen zur Höchstleistung ansetzten. Diese Leistung brauchen die Schwäne auch am Dienstag in Spiel vier – denn dann winkt das Entscheidungsspiel in Oberwart. Brisant: Sollten die Swans diese Serie drehen können, würden sie Revanche für das Viertelfinal-Aus im Jahr 2000 nehmen. Damals lag Oberwart 0:2 zurück, stieg aber mit drei Siegen am Stück doch noch ins Semifinale auf. Trumpf war in dieser Serie auch der Heimvorteil, alle drei Spiele wurden von der Heimmannschaft gewonnen. Ein Blick in die Geschichtsbücher der Bundesliga verrät, dass sich in Playoffspielen zu 58,7 Prozent die Heimmannschaft durchsetzt.

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