Der Österreichische Volleyballverband nominierte die Teams Babara Hansel/Stefanie Schwaiger und Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig bei den Damen sowie Alexander Huber/Robin Seidl und Thomas Kunert/Christoph Dressler bei den Herren für das Finale des Beach Volleyball Continental Cups vom 22. bis zum 26. Juni in Stavanger (NOR).  Der Sieger dieses Turniers erhält einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Rio. Die zweit- und drittplatzierten Nationen spielen beim FIVB World Continental Cup Olympic Qualification Tournament Anfang Juli in Sotschi/Russland um die letzten beiden Rio-Tickets.

Der Continental Cup ist ähnlich dem Davis Cup im Tennis ein Nationenbewerb. Ein Duell besteht aus zumindest zwei Spielen, die jeweils zwei Teams pro Nation absolvieren. Gewinnt ein Land die ersten beiden Partien, ist die Begegnung vorbei. Bei Gleichstand gibt es ein Entscheidungsmatch, in dem die Teams auch in einer neuen Aufstellung antreten dürfen.

Der Continental Cup wird in mehreren Phasen ausgetragen und erstreckt sich über drei Jahre, entspricht also etwa dem olympischen Zyklus. Österreich konnte sich für das finale Turnier in Stavanger qualifizieren, wo 16 Nationen gegeneinander im K.o.-System antreten. Da bei den Olympischen Spielen nur zwei Paarungen pro Land erlaubt sind, dürfen jene Nationen, bei denen sich bereits zwei Teams über die Weltrangliste qualifiziert haben, nicht mehr teilnehmen. Länder, aus denen bereits ein Duo das Rio-Ticket fix hat, können nur mit Teams antreten, die noch nicht qualifiziert sind. Deshalb dürfen Clemens Doppler und Alex Horst für Österreich in Stavanger auch nicht starten.

Das Continental-Cup-Finale wird bei den Damen ohne Deutschland und der Schweiz stattfinden, bei den Herren ohne den Niederlanden, Italien und Polen. Spannend ist die Situation bei den deutschen Herren. Die Teams Böckermann/Flüggen und Erdmann/Matysik stehen auf den letzten beiden Plätzen der Rangliste, die direkt zur Teilnahme an den Olympischen Spielen berechtigt. Die Entscheidung fällt erst im letzten Turnier, das zum Olympiaranking zählt, diese Woche in Hamburg. Das bedeutet, dass die möglichen Gegner Österreichs erst kommende Woche feststehen werden, obwohl der Nennschluss für die Teams der Dienstag war.

Sollte Österreich den zweiten oder dritten Platz belegen, besteht eine weitere Chance auf zwei begehrte Olympiatickets bei der FIVB Continental Cup Olympic Qualification in Sotschi (RUS) von 6. Bis 10. Juli. Dort treten zehn Nationen von allen Kontinenten gegeneinander an. ÖVV-Vizepräsident Beach Volleyball Stefan Potyka: „Für uns ist das eine sehr wichtige Veranstaltung, auf die wir lange hingearbeitet haben. Wir haben zwei starke Mannschaften und sowohl bei den Damen als auch bei den Herren noch eine Chance auf ein Olympiaticket. Unsere Teams werden gut vorbereitet sein und können das schaffen.“

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