Seit Freitag regieren 14 der weltbesten Rennpiloten im Luftraum über Spielberg. Die ersten Trainingsläufe vor dem sechsten Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 konnten in Spielberg bei gutem Flugwetter planmäßig über die Bühne gehen. Am Red Bull Ring war der WM-Leader Paul Bonhomme (GBR) in beiden Freitags-Trainings nicht zu schlagen. Der Österreicher Hannes Arch belegte die Plätze 2 und 3. 

Der Rennkurs der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2015 in Spielberg ist mit seinem beachtlichen Höhenunterschied von über 60 Metern einzigartig und macht ihn damit für die Piloten zu einer herausfordernden Aufgabe. Das Startgate befindet sich gegenüber dem Boxengebäude des Red Bull Ring. Weiter geht es über die „Schönberg-Schikane“ und nach dem vertikalen Wendemanöver über der Remuskurve der österreichischen Formel-1-Rennstrecke wartet auf die Piloten ein Highspeed-Abschnitt, in dem bis zu 370 km/h erreicht werden. Das Besondere an diesem Teil des Kurses ist die hohe Beschleunigung. Nach den Air Gates 5 und 6 müssen die Piloten viel Fingerspitzengefühl zeigen, um exakt beim Start-Ziel-Gate ihre Maschine zum richtigen Zeitpunkt hochzuziehen und für die zweite Runde das Wendemanöver zum optimalen Zeitpunkt einzuleiten. Dabei gilt es, so wenig unnötigen Weg wie möglich zurückzulegen, aber gleichzeitig die maximal erlaubte Belastung von 10 G nicht zu überschreiten.

Bonhomme fliegt voraus
Die beste Zeit flog Paul Bonhomme am Freitag beim ersten Training – dessen Ergebnis den aktuellen WM-Gesamtstand widerspiegelte –, vor Matt Hall (AUS) und dem Österreicher Hannes Arch. Das zweite Training dominierte ebenfalls der Brite, dahinter konnte sich der Steirer von seinen australischen Kontrahenten setzen. Der Strecken-Rekordhalter in Spielberg, Lokalmatador Hannes Arch, zeigte sich am Freitag zufrieden und erleichtert: „Der Druck ist jetzt weg. Es ging heute in erster Linie darum, Selbstvertrauen zu gewinnen und sich mit dem Track anzufreunden. Natürlich habe ich auch ausgetestet, wo gejudged wird, und wo nicht. Es ist ein sehr flüssiger Track, anspruchsvoll und immer konstant schwierig. In der Steiermark in meiner Heimat zu fliegen, ist schon etwas Besonderes. Vor allem am Red Bull Ring, wo es rauf und runter geht, das taugt mir!“

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