Auf die Segler ist Verlass: Steuermann Thomas Zajac und Vorschoterin Tanja Frank fuhren im Medal Race der Nacra17-Klasse den dritten Rang ein und gewannen damit die erste österreichische Medaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Die Olympia-Debütanten segelten eine konstante Regatta und legten mit Platz drei nach dem Grunddurchgang den Grundstein für Edelmetall. Obwohl sie im Vorfeld der Spiele nicht zum absoluten Favoritenkreis zählten, lieferten sie die mit Abstand beste Leistung der österreichischen Segler und beendeten die achtjährige Medaillenflaute des ÖOC bei Sommerspielen. „Es ist unbeschreiblich und unglaublich“, sagte der 30-jährige Zajac unmittelbar nach der Siegerehrung im ORF-Interview. Frank war gleichermaßen begeistert: „Man arbeitet vier Jahre hin und plötzlich ist die Medaille da.“

Das Medal Race war an Spannung kaum zu überbieten. Die Österreicher starteten gut, lagen zunächst auf Platz vier und arbeiteten sich bis zur zweiten Tonne an die dritte Stelle. Die Olympiasieger, Lange/Saroli aus Argentinien, belegten trotz zweier Penalties im Medaillenrennen, in dem doppelte Punkte vergeben werden, noch auf Platz sechs und retteten so einen einzigen Punkt Vorsprung auf Silber und Bronze ins Ziel. Die Australier Waterhouse/Darmanin brachten es am Ende ebenso wie Zajac/Frank auf 78 Zähler, da sie im Medal Race aber auf Rang zwei und damit vor den Österreichern landeten, sicherten sie sich die Silbermedaille. Der Abstand der OeSV-Segler auf den vierten Rang betrug lediglich drei Zähler.

Die ÖOC-Spitze ist nach der ersten Medaille in Rio erleichtert. ÖOC-Präsident Karl Stoß strich die gute Arbeit des Verbandes hervor: „Langes Warten wird belohnt und die professionelle Vorbereitung des Segelverbandes und des Teams.“ Auch Generalsekretär Peter Mennel war happy: „Dass sie mit dem Druck so cool umgegangen sind und es so gut nach Hause gebracht haben, war faszinierend.“

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