In wenigen Tagen ist es endlich soweit: Nach langem Warten trifft sich vom 27. – 29. Jänner die Welt Elite im Short-Track Eisschnelllaufen in Innsbruck, um im K.o.-System die besten Nachwuchsläufer zu ermitteln. 

Short-Track Eisschnelllauf zählt bei den Olympischen Winterspielen neben Eishockey zu den absoluten Publikumsmagneten. Auf der 111,12 Meter langen Bahn erreichen die Athleten Kurvengeschwindigkeiten von rund 50 km/h. P ackende Fights, Überholmanöver und Stürze stehen bei jedem Rennen an der Tagesordnung.

Innsbruck wird in diesem Jahr Zeuge des Spektakels. Besonderes Highlight: Auch der Ungar Liu Shaoang wird an den Bewerben teilnehmen. Er zählt nicht nur zu den derzeit besten Junioren weltweit, er konnte sich auch in der allgemeinen Klasse durchsetzen und fährt bei Weltcups regelmäßig auf das Podest. Erst bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Seoul konnte er über die 500 m den dritten Platz unweit der Weltrekordzeit des Amerikaners J.R. Celski belegen. Für ihn zählt der Titel zu den großen Zielen dieser vorolympischen Saison. Doch leicht wird es auch für ihn nicht, denn vor allem Korea und Kanada werden wie gewohnt mit sehr starken Mannschaften anreisen.

Neben diesem Ausnahmetalent werden 198 Teilnehmer aus 40 Nationen an den Start gehen! Eindrucksvolle Zahlen, die nur wenige Sportarten vorweisen können!

Aber auch die österreichische Mannschaft braucht sich mit den Lokalmatadoren Nicolas Andermann und Heinrich Liu nicht zu verstecken. Vor allem Nico Andermann hat gute Karten, sich für die Finalläufe zu qualifizieren. In dieser Saison konnte er seine Bestzeiten auf allen Distanzen bereits stark verbessern und zählt derzeit in seiner Altersklasse zu den schnellsten Läufern Europas, und das, obwohl der junge Wiener noch zwei weitere Juniorenweltmeisterschaften nach dieser bestreiten darf. Wir können also auch in Zukunft wieder verstärkt auf österreichische Short-Track Action hoffen.

Nico Andermann: „Meine eigenen Erwartungen sind für diese Junioren WM gerade nach den guten Weltcup Ergebnissen sehr hoch! Vor heimischem Publikum zeigen zu können, was diesen Sport ausmacht, ist natürlich eine besonders schöne Erfahrung. Mit ein bisschen Glück können wir ja vielleicht auch den einen oder anderen Nachwuchssportler gewinnen. Wir brauchen dringend wieder mehr Short-Tracker in Österreich!“

Die diesjährige Junioren-Weltmeisterschaft soll vor allem für das Publikum unterhaltsam gestaltet werden. Auch wenn die Budgets im Nachwuchsbereich nicht unerschöpflich sind, wurde ein namhafter DJ inklusive Lichtshow organisiert, um auch zwischen den Rennen für Stimmung zu sorgen. Die Veranstaltung soll ein Aushängeschild für den österreichischen Short-Track Sport werden und dem Publikum die Faszination dieser Sportart vermitteln.

Fotocredits: Martin Nitsch

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