© Red Bull
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Am Samstagabend krönte Marco Dallago aus Österreich eine unvergessliche Saison mit seinem dritten Saisonsieg beim Finale der Ice Cross Downhill-WM 2014 in Québec City. Dank eines Blitzstarts setzte sich der Grazer in einem spannenden Finale vor 110.000 Zuschauern gegen den Kanadier Scott Croxall durch. Im 480 m langen Eiskanal mit 40 m Höhenunterschied erreichte er an einem bitterkalten Abend Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h und flog zum Teil mehr als 10 m durch die Luft. Dallago ist der erste österreichische Weltmeister im Ice Cross Downhill.

„Im Finale brauchte ich einen guten Start, das wusste ich. Beim ersten Sprung schaute ich mich in der Luft um und sah, dass ich ganz allein war. Da wurde mir klar: Das muss wohl ein guter Start gewesen sein“, so Dallago, der erst 2012 zum Ice Cross Downhill kam und seinen Erfolg nicht zuletzt seiner harten Arbeit während des Sommers zu verdanken hat. „Nächstes Jahr wird es vermutlich noch schwerer, weil die Leistungsdichte an der Spitze stetig zunimmt.“ Seit dem Beginn der Weltmeisterschaft im Jahr 2010 hat es fünf verschiedene WM-Gesamtsieger gegeben.

Nach seinem guten Ergebnis in Quebec City belegte der Kanadier Scott Croxall Rang zwei in der Gesamtwertung (2390 Punkte). Der US-Amerikaner Cameron Naasz, der beim dritten Saisonrennen in Moskau als einziger Athlet Dallago schlagen konnte, schied nach einem heftigen Sturz bereits im Viertelfinale aus und musste sich mit Platz elf begnügen. In der Gesamtwertung schließt Naasz (2220 Punkte) die Saison auf Rang drei ab. Dallagos jüngerer Bruder, Luca, holte mit Platz drei in Québec City seinen ersten Podestplatz bei Red Bull Crashed Ice.

Gemischte Gefühle gab es für den amtierenden Weltmeister 2013 Derek Wedge aus der Schweiz, der in Québec City Vierter wurde, aber in der Gesamtwertung nicht über Rang 15 hinauskam. Der Gesamtsieger aus dem Jahr 2012, Kyle Croxall, landete auf Rang neun – ein weiterer Beweis der enormen Progression von Ice Cross Downhill in den letzten Jahren.

Bei den Frauen gewann die Finnin Salla Kyhälä nach 2011 bereits zum zweiten Mal in Québec City. Mit einem starken Sprint kurz vor dem Ziel konnte Kyhälä im Finale Jacqueline Legere aus Kanada überholen, die zuvor im Viertelfinale und Halbfinale eine Klasse für sich gewesen war. Alicia Blomberg aus Kanada wurde Dritte.

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Mit seinem dritten Sieg im vierten Saisonrennen stellte Dallago den Rekord für die meisten Siege in einer Saison ein: 2011 gewann der Finne Arttu Pihlainen ebenfalls drei von vier Events. Vor dem großen Showdown am Samstag hatte Dallago bereits am Freitag seine „Couch Garden Crew“ in der Team-WM zum Sieg angeführt. Im Finale setzten sich Dallago und seine Mannschaft gegen das Team „Living the Dream“ der Croxall-Brüder durch und holten damit ihren zweiten Saisonsieg.

Ergebnisse Herren: 1. Marco Dallago (AUT), 2. Scott Croxall (CAN), 3. Luca Dallago (AUT), 4. Derek  Wedge (SUI), 5. Kyle Croxall (CAN), 6. Tristan Dugerdil (FRA), 7. Dean Moriarty (CAN), 8. Kilian Braun (SUI), 9. John Fisher (CAN), 10. Reed Whiting (USA)

Ergebnisse WM-Gesamtwertung: 1. Marco Dallago (AUT) 3800 Punkte, 2. Scott Croxall (CAN) 2390, 3. Cameron Naasz (USA) 2200, 4. Luca Dallago (AUT) 1600, 5. Fabian Mels (GER) 1548, 6. Reed Whiting (USA) 1180, 7. Pacôme Schmitt (FRA) 1071, 8. Dean Moriarity (CAN) 1022, 9. Kyle Croxall (CAN) 912, 10. Kilian Braun (SUI) 820

Ergebnisse Frauen: 1. Salla Kyhälä (FIN), 2. Jacqueline Legere (CAN), 3. Alicia Blomberg (CAN), 4. Tamara Kajah (CAN), 5. Dallas Robbins (CAN).

Ergebnisse, Team-Weltmeisterschaft: 1. Couch Garden Crew (M. Dallago, L.Dallago, Fisher, Wirnstl) 3,250 Punkte; 2. Living the Dream (S.Croxall, K.Croxall, Horst, D. Bergeson) 3,000; 3. Crazy Canucks (Skube, Moriarity D., Guolla, T.Witty) 2,160; 4. Team Murica (A.Bergeson, Green, Naasz, Schack) 2000, 5. Swatch Pro Team (Braun, Wedge, De Paoli, Mueller) 1970;

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