Eines der größten Probleme der Olympiastadt Rio de Janeiro ist die hohe Kriminalität. Selbst 88.000 Sicherheitskräfte – wovon ein Großteil auf das brasilianische Militär entfällt – können keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten. Sportler und Journalisten wurden bereits Opfer von Überfällen. Prominentestes Beispiel: US-Schwimmstar Ryan Lochte wurde gemeinsam mit drei seiner Teamkollegen auf dem Heimweg von einer Medaillenfeier überfallen. Kriminelle tarnten sich als Polizisten, hielten das Taxi mit den Amerikanern an und ergatterten schließlich einige Wertgegenstände. Zu Schaden kam dabei glücklicherweise niemand. Auch eine eine Attacke auf einen Journalistenbus, der nördlich des Olympiaparks in Barra da Tijuca beschossen wurde, hatte Gott sei Dank keine schweren Verletzungen verursacht. Dennoch zeigen diese Beispiele, dass trotz der hohen Präsenz an Sicherheitskräften das Thema Kriminalität ein ständiger Begleiter der ersten Olympischen Spiele auf südamerikanischem Boden ist.

Das Risiko eines Überfalles lässt sich allerdings minimieren, indem man einige wichtige Grundregeln einhält und stets achtsam ist. Wertgegenstände sind im Hotelsafe am besten verwahrt. Frei nach dem Motto: Was man nicht mitführt, kann einem nicht gestohlen werden. Freilich muss man auch zur falschen Zeit am falschen Ort sein, um tatsächlich überfallen zu werden. Konkrete Gefahrensituationen erlebt man keineswegs permanent, die abstrakte Gefahr ist jedoch allgegenwärtig. Wer glaubt, das Thema Sicherheit auf die leichte Schulter nehmen zu können, der irrt.

Foto: ÖOC/Erich Spiess

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