© jugger.de
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Zwei Mannschaften mit jeweils fünf Feldspielern versuchen mit langen Stangen – manche mit kettenbefestigten Kugeln versehen – einen Hundeschädel in der Mitte des Spielfeldes zu erobern und ins Platzierfeld der gegnerischen Mannschaft zu stecken.

Hört sich an als wäre es aus einem schlechten Film?

Ist es auch. „Die Jugger – Kampf der Besten“ schaffte es im Jahr 1989 auf die Leinwand. Der Film zeigt eine endzeitliche Welt, die von Armut und Leid gezeichnet ist. Die wenigen Reichen erfreuen sich, wie sollte es anders sein, an einer Art Gladiatorenwettkämpfe – den Juggers.

Der Erfolg des Films hielt sich in Grenzen – der Sport selbst boomt. Bereits 1995 gabs das erste Jugger-Turnier, 1998 folgten dann die ersten (deutschen) Meisterschaften. Mittlerweile gibt es Mannschaften in Irland, Spanien, Australien und Costa Rica und auch in Österreich gibt es immer wieder zaghafte Versuche die Jugger-Spielkultur aufleben zu lassen.

Wie funktioniert’s?

Wie schon eingangs erwähnt: Es stehen sich zwei Mannschaften mit jeweils fünf Feldspielern gegenüber. Vier davon sind mit den Spielgeräten, auch Pompfen genannt, ausgestattet, während sich der Fünfte ausschließlich um den Spielball Jugg kümmert.

Zu Beginn jedes Spielzuges befindet sich der Ball in der Mitte des 40 Meter langen Spielfelds. Nach dem der Schiedsrichter „3-2-1 Jugger“ gerufen hat, beginnt das Spiel und beide Mannschaften stürmen aufeinander los. Sobald ein Spieler von einem Pompf getroffen wird, muss er sich für fünf Sekunden auf den Boden knien. In dieser Zeit können Gegner den Spieler mit andauernder Berührung des Pompfes pinnen. Ein solcher Spieler darf erst nach Ablauf seiner Sperre und Aufhebung des Pinnen wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

Der Läufer muss versuchen den Jugg zu bekommen und in das gegnerische Mal zu stecken und so Punkte für sein Team zu sammeln. Er darf nur mit dem gegnerischen Läufer ringen, wobei Treten, Beißen, Boxen und Ähnliches untersagt ist.

Nach zwei Halbzeiten hat jene Mannschaft mit den meisten Punkten gewonnen.

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Nicht so brutal wie es vielleicht klingt

„Natürlich kann es die eine oder andere Verletzung schon mal geben, aber die Spielgeräte und die Regeln sind schon so optimiert, dass nichts passieren kann. „Wenn ich die Wahl habe, einen Treffer mit einem Pompf abzubekommen oder im Fußball niedergegrätscht zu werden, entscheide ich mich definitiv für den Pompf.“

Na, wenn das keine Empfehlung ist!

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