Bei der Pressekonferenz zur Faustball-Europameisterschaft der Männer von 26. bis 28. August in Grieskirchen präsentieren der Österreichische Faustballbund und die Veranstalter von UFG Sparkasse Grieskirchen/Pötting Details zum Heimevent. Teamchef Martin Weiß gibt den 10-Mann-Kader bekannt und definiert die sportlichen Ziele.

Im OÖ. Presseklub freut sich Wirtschaft- und Sportlandesrat Dr. Mag. Michael Strugl auf die Veranstaltung: „Faustball ist ein rasanter und für die Zuseher spektakulärer Sport. Sportlich ist die Faustball-Euro 2016 mit erstmals acht Teilnehmernationen ein internationales Top-Ereignis, bei dem 6.000 Besucher erwartet werden.“ Die Heim-Europameisterschaft ist aber auch wirtschaftlich von großer Bedeutung: „Damit wird vor allem für Beherbergung, Gastronomie und Handel Wertschöpfung in die Region gebracht, die auch durch die mediale Berichterstattung entsprechend ins Zentrum gerückt wird“, so Strugl.

Der Österreichische Faustballbund (ÖFBB) wurde vom internationalen Verband IFA (International Fistball Association) mit der Durchführung der EM betraut. Ausrichter UFG Sparkasse Grieskirchen/Pötting konnte sich in einem internen Auswahlverfahren mit seinem Konzept gegen zwei Mitbewerber durchsetzen. „Ziel war es, die größte und beste Euro aller Zeiten zu veranstalten“, erklärt OK-Präsident BR Bgm. Peter Oberlehner. Dafür soll nicht nur die Rekordteilnehmeranzahl sorgen, vor allem im organisatorischen Bereich will man neue Maßstäbe setzen. „Erstmals kommen bei einer Faustballveranstaltung LED-Banden zum Einsatz, ein enormer Anreiz für die Sponsoren. Die sportliche Durchführung und das Rahmenprogramm werden Jung und Alt begeistern.“

Seit zwei Jahren arbeitet das 15-köpfige Team um OK-Chef Joachim Maier bereits intensiv an den Planungen. Dazu werden 250 ehrenamtliche Mitarbeiter für einen reibungslosen Verlauf der Euro sorgen. „Ohne die großartige Unterstützung unserer Freiwilligen könnten wir ein solches Event nicht auf die Beine stellen. Dazu kommt noch die finanzielle Unterstützung durch Bund, Land, Gemeinde und Sponsoren“, so Oberlehner. Das Gesamtbudget der Euro 2016 liegt bei ca. 430.000 Euro. „Für einen kleinen Verband wie den ÖFBB ist das eine enorme organisatorische und finanzielle Herausforderung“, erklärt Generalsekretär Mag. Hannes Dinböck. „Mit der Weltmeisterschaft 2011 haben wir schon einmal bewiesen, dass wir solche Aufgaben meistern können.“ Die Qualität von Veranstaltungen in Österreich ist auch international bekannt. Nach der Männer-EM 2016 konnte auch die Frauen-WM 2018 nach Österreich geholt werden. „Österreich ist Trendsetter bei der Veranstaltung von Faustball-Events“, ist Dinböck stolz. Umfassende mediale Berichterstattung und Live-Streams von den Spielen sollen den Faustballsport auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. „Das Spiel um Platz 3 sowie das Finale werden sogar live auf ORF Sport+ zu sehen sein“, freut sich Dinböck.

Das sportliche Minimalziel ist für Teamtrainer Martin Weiß das Erreichen des Finales. „Ich war jahrelang selbst Teamspieler. Wer mich kennt weiß, dass eine Medaille allein nicht mein Anspruch ist!“ Um die hoch gesteckten Ziele erreichen zu können, muss die derzeitige Lücke zu den Favoriten Deutschland und Schweiz geschlossen werden. Weiß und sein Co-Trainer Siegfried Simon wurden in der Vorbereitung und Spielerbeobachtung von weiteren Assistenztrainern unterstützt, jetzt steht der 10-köpfige Kader für das „Projekt Heim-Euro“. „Nachdem wir bei den vergangenen Großereignissen unseren Ansprüchen nicht gerecht werden konnten, haben wir versucht, ein anderes System zu etablieren und Spieler zu nominieren, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind. Damit soll unser Spiel unberechenbarer werden. Wir haben eine gute Mischung zwischen international erfahrenen Routiniers und jungen Spielern, mit denen wir das beim Turnier umsetzten wollen“, erklärt Weiß.

Erneut im Aufgebot steht Zuspieler Stefan Wohlfahrt. „Für einen Spieler ist es ein unglaubliches Erlebnis, zuhause in einem so großen Stadion und vor ausverkaufter Kulisse spielen zu dürfen. Wir haben in den vergangenen Monaten viel an der Abstimmung im Team gearbeitet, das wird mit dem endgültigen Kader in den nächsten Wochen wieder ein Schwerpunkt sein. Ich glaube fest daran, dass wir es ins Finale schaffen können“, ist der Spieler von TuS Raiffeisen Kremsmünster zuversichtlich.

Von einem vollen Stadion dürfen auch die Veranstalter aus Grieskirchen träumen: „3.000 Tickets wurden im Vorverkauf bereits abgesetzt, einige Sektoren sind schon ausverkauft. Wer die österreichische Faustball-Nationalmannschaft bei diesem Top-Ereignis unterstützen will, sollte sich bald Tickets sichern“, rät Peter Oberlehner. Erhältlich sind die Tickets online unter www.fistballeuro2016.at/tickets

Foto: Land OÖ/Liedl

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