Bei der Faustball-U21-EM 2015 in Peilstein führt Österreich gegen Deutschland bereits 2:0, muss sich in einem hart umkämpften Finale aber letztlich 2:3 geschlagen geben. Platz 3 geht an die Schweiz, gefolgt von Italien und Spanien/Katalonien.

Im ersten Spiel des Tages wird der Finalgegner des Faustball Team Austria ermittelt. Der Vorrunden-Zweite Deutschland trifft auf den dritten des ersten Tages, die Schweiz. Die Deutschen kommen schneller ins Spiel, gewinnen die ersten beiden Sätze 11:6 und 11:9. Der dritte Satz entwickelt sich dann zum Krimi. Lange ist das Spiel ausgeglichen, dann kann die Schweiz 10:8 in Führung gehen. Nach dem Ausgleich der Deutschen erspielen sich die Schweizer immer wieder Satzbälle, am Ende behält aber Deutschland mit 15:13 die Oberhand und erreicht das Finale.

Im zweiten Spiel stehen einander Italien und Spanien gegenüber. Die Katalanen konnten in der Vorrunde Spielpraxis sammeln und präsentieren sich stärker als am Vortag. So geht der erste Satz nur knapp mit 12:10 an Italien. Im zweiten Satz sieht es nach einer 8:3-Führung so aus, als könnte Spanien das selbst gesetzte Ziel eines Satzgewinnes erreichen, die Italiener erweisen sich aber als routinierter und siegen 2:0. Spanien/Katalonien beendet das Turnier mit dem 5. Platz.

Das kleine Finale entwickelt sich zu einer klaren Angelegenheit für die Favoriten aus der Schweiz. Bei den ersatzgeschwächten Italienern scheinen die Kräfte am Ende, der enttrohnte Titelverteidiger aus der Schweiz kann sich ohne Mühe 3:0 (11:4, 11:5, 11:2 ) durchsetzen und gewinnt die Bronze-Medaille.

Das EM-Finale: Vor 1200 Zusehern in der ausverkauften Sportarena in Peilstein startet Österreich besser ins Spiel. Die Verteidigung steht sicher und liefert dem Angriffsduo Müllehner/Huemer immer wieder gute Vorlagen. Wie schon in der Vorrunde gelingt es immer wiederholt, die deutsche Verteidigung unter Druck zu setzen. Nachdem beide Teams schon Satzbälle abgewehrt haben, geht der erste Durchgang hauchdünn mit 15:14 an Österreich. Im zweiten Satz können die Österreicher dann noch einmal nachlegen, gewinnen 11:7 und stellen auf 2:0 in Sätzen. Im dritten Satz stellt Deutschland um und wechselt im Angriff. Das Faustball Team Austria kann sich auf diese Änderung nicht einstellen, man probiert einige Aufstellungsvarianten aus, muss aber die nächsten beiden Sätze mit 6:11 und 8:11 abgeben. Nach wenigen Bällen im Entscheidungssatz dann der Schock: Angreifer Karl Müllehner muss verletzt vom Feld getragen werden. Die Österrreicher versuchen noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren, am Ende fehlen jedoch lediglich 2 Punkte zum Sieg. Deutschland gewinnt den fünften, entscheidenden Satz 11:9 und ist somit verdienter Europameister.

Trotz der anfänglichen Enttäuschung über die knappe Finalniederlage spricht Trainer Michael Fels von einer gewonnenen Silbermedaille: „Für unser junges Team war es schon ein Erfolg, dass wir ins Finale eingezogen sind. In der Vorrunde hat für uns alles zusammengepasst, wir konnten unser volles Potential abrufen und die Gegner aus dem Konzept bringen. Das ist uns heute im Finale leider nur zum Teil gelungen.“ Für sein Team sieht der Trainer trotzdem eine erfolgreiche Zukunft: „Wir verfolgen eine langfristige Strategie mit einer sehr jungen Mannschaft. Diese Spieler werden ihren Weg mit Sicherheit machen“.

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