Der Formel-1-Pilot Jules Bianchi ist tot. Neun Monate nach seinem schweren Unfall in Suzuka erliegt er seinen schweren Kopfverletzungen und stirbt in einem französischen Krankenhaus. 

Die Formel-1-Welt steht still. Wie seine Eltern am Freitagabend auf Facebook mitteilten, erlag der 25-jährige Jules Bianchi in seiner Heimatstadt Nizza seinen schweren Kopfverletzungen. „Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen“, erklärte die Familie.

Bereits nach seinem Unfall am 5. Oktober 2014 hielt die Formel-1-Welt tagelang den Atem an. Der Franzose war mit rund 140 km/h in das hintere Ende eines Abschleppkrans geprallt. Der Marussia kam innerhalb von fünf Metern zum Stehen, unbestätigte Zahlen von ‚Auto Motor und Sport‘ weisen auf eine Verzögerung von bis zu 92 g hin, also dem 92-fachen seines Körpergewichtes.

In mehreren Operationen kämpften die Ärzte in Japan um das Leben von Bianchi und verlegten ihn in ein künstliches Koma. Nach der Erstversorgung wurde Bianchi schließlich in seine Heimatstadt im südfranzösischen Nizza verlegt. „Es war schlimmer, als wenn er direkt gestorben wäre“, erklärte sein Vater Philippe nur wenige Tage vor dem endgültigen Tod der ‚Gazzetta dello Sport‘. „Es war eine Qual.“

Der monatelange Kampf gab vielen Fans Hoffnung und neuen Mut. Doch die guten Wünsche und Gebete waren am Ende vergebens. Die Formel 1 verliert mit Bianchi nicht nur einen außergewöhnlichen Fahrer, sondern auch einen künftigen Weltmeister und starken Charakter.

„Worte können meine Traurigkeit nicht beschreiben“, so John Booth, Teamchef von Manor Marussia. „Jules ist ein außergewöhnlicher Rennfahrer und Mensch. Ich kenne keinen, der ihn nicht mag. Jules hat so viele Freunde, dass eine Menge Leute sehr hart vom Unfall getroffen wurden.“

Indes äußern Fans, Fahrer und Teams auf Twitter und Facebook ihre Bestürzung. „Mach es gut Jules. Meine Gedanken sind bei dir und deiner Familie.“, twittert Williams-Fahrerin Susie Wolff. „Es tut gut, dass die Motorsport-Gemeinschaft solch eine Familie ist. Wir trauern gemeinsam“, sagt ein Fan. Wir schließen uns dem an. Ruhe in Frieden Jules, wir werden dich vermissen.

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