Auch der 2. Spieltag im Oberen und Unteren Playoff der Handball Liga Austria war nichts für schwache Nerven. Nach dem deutlichen Derbysieg im LAOLA1.tv-Livespiel der Runde presented by spusu von ALPLA HC HARD über Bregenz Handball Freitagabend, legte der Moser Medical UHK Krems mit einem knappen 26:25-Heimsieg gegen die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN im Oberen Playoff nach. Im Unteren Playoff setzte es hingegen erneut ein Unentschieden. In allerletzter Sekunde sicherte Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL-Neuzugang Matias Jepsen den Tirolern noch das 26:26 gegen den HC LINZ AG. Wichtige Punkte holte dafür die Union JURI Leoben mit dem 32:28-Auswärtserfolg beim SC kelag Ferlach.

Krems biegt WESTWIEN in letzter Sekunde
Krems setzte sich gegen eine toll kämpfende WESTWIEN-Mannschaft Samstagabend in letzter Sekunde mit 26:25 (14:12) durch. Goldtorschütze für den Moser Medical UHK Krems war Vlatko Mitkov mit einem Wurf ins Kreuzeck aus dem rechten Rückraum.

Lange Zeit lagen die Wachauer mit vier Treffern voran. Ab Mitte der zweiten Halbzeit kämpften sich die WESTWIENER allerdings kontinuierlich heran, glichen in der 49. Spielminute auf 21:21 aus. Entschieden hat sich die Partie dann in den letzten 30 Sekunden, nach einem Timeout von WESTWIEN. Durch einen technischen Fehler verloren die Gäste den Ball, Krems erzielte im Gegenzug das entscheidende 26:25 durch einen sehenswerten Treffer aus zwölf Metern. Vlatko Mitkov versenkte eine wahre Rückraumbombe fünf Sekunden vor Schluss im Kreuzeck zum Sieg.

Vlatko Mitkov, Moser Medical UHK Krems: „Das heutige Spiel hat den Teamgeist unserer Kremser Mannschaft gezeigt, denn obwohl wir einen sicheren Vorsprung doch noch hergegeben haben zehn Minuten vor Schluss, haben wir uns gegenseitig aufgerichtet und in den entscheidenden letzten Spielminuten alles getan und das Spiel noch umgedreht. Tolle kämpferische Leistung, Gratulation an alle Kremser Mitspieler und Danke an das Kremser Publikum.“

Erwin Feuchtmann, SG INSIGNIS Handball WESTWIEN: „Es war für uns heute eine große Enttäuschung, weil wir in Hälfte zwei alles versucht haben und dann ganz knapp ohne Punkte heimfahren müssen. Die unglücklichen letzten Minuten waren für uns ein Zeichen, dass wir noch etwas abgebrühter werden müssen und noch Erfahrung sammeln müssen.“

Conny Wilczynski, Manager SG INSIGNIS Handball WESTWIEN:“ Das war heute spielerisch sicher keine gute Leistung von uns. Kämpferisch können wir uns aber sicher keinen Vorwurf machen- die Mannschaft hat sich super zurückgefightet und das Spiel wieder gedreht. In Summe haben wir aber einfach zu viele freie Würfe vergeben. Am Ende für uns eine unglückliche Niederlage nach dieser Aufholjagd.“

Leoben mit größerem Siegeswillen zum Erfolg
Zwei Mal konnte der SC kelag Ferlach in der ersten Hälfte gegen die Union JURI Leoben in Führung gehen, doch das sollte gegen die Steirer an diesem Samstagabend nicht reichen. Die Stahlstädter nutzten sämtliche Schwächen in der Ferlacher Deckung, zogen zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 19:15 davon und spielten den Sieg souverän nach Hause.

Walter Perkounig, Obmann SC kelag Ferlach: „Leoben hat heute verdient gewonnen, sie haben alles gegeben. Wir konnten in 60 Minuten kein Deckungssystem finden das funktioniert. Bei 15:19 konnten wir die Überzahl nicht nutzen, insgesamt haben drei oder vier Überzahlsituationen mit 0:1 verloren. Leoben wollte diesen Sieg heute einfach mehr.“

Dramatisches Remis bei Playoff-Auftakt
Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL und der HC LINZ AG lieferten sich am zweiten Spieltag des Unteren HLA-Playoffs einen offenen Schlagabtausch, an dessen Ende ein verdientes 26:26-Remis stand. Neuzugang Matias Jepsen sicherte den Gastgebern dabei aus einem Siebenmeter in der Schlusssekunde den Punkt.

Raúl Alonso, Trainer Sparkasse Schwaz HANDBALL TIROL: „Gratulation an Linz zu dieser starken Leistung. Wir sind froh, dass es zumindest noch zum Punkt gereicht hat und wir zuhause weiterhin ungeschlagen bleiben. Wir haben nach der intensiven Vorbereitung sehr gut losgelegt, dann aber etwas unseren Rhythmus verloren. Leider haben wir zu viele technische Fehler verzeichnet, waren glücklos im Angriff. Außerdem hatte Anton Prakapenia schon früh zwei Zeitstrafen, Balthi Huber sah später noch Rot. Das war keine leichte Situation. Dennoch hat sich die Mannschaft gut zurückgekämpft, nur mit Kikanovic hatten wir heute große Probleme. Es ist wichtig, dass wir nun wieder im Pflichtspielmodus sind, wir werden uns sicher steigern, wissen genau, wo wir ansetzen müssen.“

Manuel Gierlinger, Trainer HC LINZ AG: „Die Punkteteilung ist gerecht, auch wenn die letzte Aktion natürlich unglücklich für uns gelaufen ist. Es werden nicht allzu viele Teams in diesem Playoff Punkte aus Schwaz entführen, daher bin ich zufrieden. Die Mannschaft ist nach anfänglichen Problemen sehr gut aufgetreten, hat sich als geschlossene Einheit mit super Einstellung präsentiert. Es war zwar das zweite Remis, aber wir sind auf einem guten Weg. Nun erwarten uns zwei wichtige Heimspiele, da wollen wir dem Viertelfinale einen großen Schritt näherkommen.“

 

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