In einer Woche dreht sich in Hochfilzen wieder alles um den Biathlonsport. 290 AthletInnen aus 33 Nationen werden beim Weltcup im Pillerseetal am Start sein. Seit gestern wird Schnee auf die Strecke aufgebracht.

„Wir werden sukzessive Meter für Meter im Stadion und auf die Strecke auftragen. Die Prognosen sind nicht so schlecht, da es in der Nacht Minusgrade haben soll. Wir hoffen natürlich, dass es nicht zu warm wird und kein Regen kommt“, erklärt Franz Berger, Chef des Organisationskomitees. Insgesamt stehen dem OK-Team ca. 10.000 Kubikmeter Schnee für die Loipenpräparierung zur Verfügung. 7000 davon kommen aus einem im Vorjahr angelegten Depot, 3000 Kubikmeter Kunstschnee konnten in den letzten Tagen produziert werden.

Die sechs Weltcupbewerbe im Pillerseetal sind gleichzeitig die Generalprobe für die Biathlon-Weltmeisterschaft, die im Februar 2017 in Hochfilzen stattfinden wird. „Alle geplanten Bauarbeiten im Stadion sind abgeschlossen. Beim Weltcup werden die neuen Infrastruktur-Einrichtungen einem ersten Testlauf unterzogen“, so Berger, der sich auf das Kräftemessen der weltbesten Loipenjäger in einem der modernsten Biathlon-Stadien der Welt freuen darf.

Im Zentrum des ersten Baufortschritts steht ein neues Team- und Servicegebäude, welches 30 Servicekabinen mit modernem Abluftsystem sowie 30 Umkleidekabinen beherbergt. Weiters wurde eine hochmoderne Indoor-Schießanlage errichtet, die während der Biathlon-Bewerbe als Medienzentrum genützt wird. Die Medienvertreter können dabei von ihrem neuen, insgesamt 570 m² großen Arbeitsplatz direkt auf den Schießstand blicken. „Mit dem Umbau und der Aufstockung des derzeitigen Funktionsgebäudes im Stadion wird nächstes Jahr die letzte Bauphase abgeschlossen“, so Franz Berger.

Der Fokus liegt derzeit natürlich auf dem nahenden Weltcup. „Neben der Arbeit auf der Loipe werden gerade die Tribünen und das große VIP-Zelt aufgebaut“, so Berger, der sich über den guten Kartenvorverkauf freut. „Das Interesse am Biathlon-Weltcup scheint groß zu sein. Vor allem am Wochenende sind die Tribünen prall gefüllt. Ich empfehle allen Besuchern mit dem Zug anzureisen. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten ins Stadion.“

Für Österreichs Biathlon-Team ist der Heimweltcup neben der Weltmeisterschaft in Oslo der Saisonhöhepunkt. „Es gibt nichts Schöneres, als zu Hause vor eigenem Publikum zu laufen. Die Stimmung im Stadion und die Unterstützung entlang der Loipe ist unglaublich. Schon wenn ich daran denke, kriege ich eine Gänsehaut“, freut sich Lokalmatador Dominik Landertinger auf den Showdown vor seiner Haustür. Auch beim Salzburger Simon Eder, der sich gestern wie Landertinger über ein Top-Ten-Ergebnis in Östersund freuen durfte, ist die Vorfreude auf Hochfilzen groß. „Daheim schlafen, daheim essen und der gesamte Fanclub ist dabei. Wenn die Form stimmt, dann gibt es nichts Schöneres als einen Heimweltcup. Hier schauen alle zu, die einem auf dem Weg nach oben unterstützt haben.“

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