Die Toronto Raptors gehen nach der All-Star-Pause deutlich verändert in die entscheidende NBA-Saisonphase. Die Verpflichtungen Serge Ibaka und P.J. Tucker (statt Terrence Ross und Jared Sullinger) lassen die kanadischen Fans vom ganz großen Wurf träumen. In der Nacht auf Samstag treffen Jakob Pöltl und Co. auf Boston.

Jakob, wie hast du die freien Tage anlässlich des All-Star Weekend verbracht?
Ich habe mich in erster Linie entspannt und etwas Zeit in Utah und in Los Angeles verbracht. Es war eine gute Gelegenheit, Freunde zu treffen, etwas abzuschalten und die Batterien wieder aufzuladen.

In den letzten Tagen hat sich bei den Raptors einiges getan. Wie hast du den Trade Serge Ibaka für Terrence Ross aufgenommen?
Die erste Reaktion war zwischen schockiert und traurig. Ich habe zwar mit Terrence nicht übermäßig viel unternommen, aber er war ein cooler und lustiger Teamkollege. Dass er von einem Tag auf den anderen weg war, war schon eine seltsame Erfahrung. Es war ja der erste Trade, mit dem ich persönlich zu tun hatte. Grundsätzlich hat der Trade natürlich gute Seiten: Wir haben einen sehr guten Spieler bekommen, der uns sicher weiterhelfen wird.

Erst gestern folgte das zweite Tauschgeschäft: Auch Jared Sullinger verlässt euch, es kommt P.J. Tucker von den Phoenix Suns.
Auch Sully ist ein cooler Typ, er ist zu einem guten Freund geworden, er wird mir sicher abgehen. Der zweite Trade war nicht ganz überraschend, da wir nach dem ersten auf der Small-Forward-Position etwas dünn besetzt waren.

Mit Ibaka kam ein starker Spieler für die Inside-Positionen. Trotz des Abgangs von Sullinger verringern sich deine Aussichten auf Minuten, oder?
Es schaut auf den ersten Blick schon danach aus, als dürfte die Spielzeit zurückgehen, da auch Patrick Patterson wieder fit ist. Im Training hat Serge bereits offensiv wie defensiv eine gewisse Präsenz, die ersten Eindrücke sind sehr positiv. Für mich ändert sich aber grundsätzlich nichts: Ich werde meine Mentalität beibehalten, versuchen, ready zu sein und meine Chancen zu nützen.

Eine dieser Chancen hast du zuletzt beim kuriosen Comeback gegen Charlotte sehr gut genützt.
Es war eine komische Situation, nach drei Vierteln auf der Bank reinzukommen, aber aus irgendeinem Grund hat diese ungewöhnliche Line-up funktioniert. Wir haben durch viel Energie in der Defense in einen Flow gefunden und das Spiel gedreht. Mir sind ein paar gute Aktionen gelungen und es war sehr cool, wieder mit Delon Wright auf dem Feld zu stehen. Für uns als Team war der Sieg unglaublich wichtig, nach all den schwierigen Wochen und Monaten. Wir konnten mit einer positiven Stimmung in die All-Star-Pause gehen. Dennoch befinden wir uns noch immer in einer kritischen Phase, in der sich die Rookies normalerweise hinten anstellen müssen. Ich werde aber meine Chancen weiterhin bekommen.

Nach der Pause geht es in der Nacht auf Samstag gleich mit dem Schlager gegen Boston weiter.
Das Spiel gegen die Celtics ist ein sehr wichtiges. Wenn wir sie noch vom zweiten Platz in der Eastern Conference verdrängen wollen, ist das praktisch ein Muss-Sieg.

Quelle: Klaus Rieder / Dominic Marsano

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