Für den Österreichischen Wettkletterverband steht nach der erfolgreichen Boulder Heim-EM Mitte Mai in Innsbruck nun das nächste große Saison-Highlight unmittelbar bevor. Vom 11.- 12.07.2015 kämpfen Österreichs Top-Kletterer im französischen Chamonix um die begehrten EM-Medaillen in den Disziplinen Lead und Speed. Angeführt wird das 17-köpfige Aufgebot von den Mitfavoriten Magdalena Röck und Jakob Schubert.

Nach einer langen und intensiven Vorbereitungsphase beginnt am kommenden Wochenende für Österreichs Kletterasse im französischen Chamonix die internationale Wettkampfsaison 2015 im Lead. Ebenso wie in der Disziplin Bouldern werden heuer auch im Lead gleich beim Saisonauftakt die EM-Medaillen vergeben, was für die AthletInnen, aufgrund mangelnder internationaler Vergleichswerte, eine besondere Herausforderung darstellt.

Jakob Schubert führt Österreichs Herren-Team an
Bei den Herren gehört aus Österreichischer Sicht der Lead-Gesamtweltcupsieger 2014 Jakob Schubert trotz seines „Ausflugs“ in die Disziplin Bouldern im heurigen Frühjahr zu den Anwärtern auf EM-Edelmetall im Vorstieg und aufgrund der TopPlatzierung (Platz 4) bei der Boulder Heim-EM in Innsbruck auch in der Kombination. „Ich bin froh, dass ich mich gemeinsam mit dem Trainerteam entschieden habe, die Bouldersaison frühzeitig zu beenden um mich im Training voll auf Lead zu konzentrieren. Chamonix ist der erste internationale Lead-Bewerb heuer. Man weiß nicht wirklich wo man im internationalen Vergleich umgeht. Die gezielte Vorbereitungszeit war aufgrund der Bouldersaison kurz, dafür aber sehr intensiv. Eine Spitzenplatzierung ist aber dennoch auf alle Fälle das Ziel.“ gibt sich Jakob Schubert betont selbstbewusst. Mario Lechner möchte nach zwei zuletzt durchwachsenen Saisonen wieder an die TopSaison 2012 anknüpfen, in der er „Dauergast“ in den Top-10 der Welt war.

„Die Arbeit mit dem neuen Nationaltrainer Martin Hammerer war sehr gut und intensiv, vor allem im Kraft- und Ausdauerbereich. Die Hitze in den letzten Wochen hat das Training allerdings ziemlich erschwert. Mein Ziel ist es, die Trainingsleistungen wieder im Wettkampf umzusetzen. Chamonix ist für mich der beste Lead-Bewerb der Saison. Die Organisation ist sehr gut, die Stimmung perfekt und alle Top-Athleten sind dabei.“ freut sich Mario Lechner auf das bevorstehende Großereignis. Weiters wurden vom ÖWK Lukas Köb, Georg Parma, Max Rudigier, Bernhard Röck und Matthias Schiestl (alle Lead) für den Saisonauftakt nominiert.

Damentrio gehört zum erweiterten Favoritenkreis
Im Vorstieg-Bewerb der Damen gehören mit Magdalena Röck, Katharina Posch und Jessica Pilz gleich drei AthletInnen zum erweiterten Favoritenkreis auf EM-Edelmetall im Lead. „Mein Ziel ist natürlich im Finale dabei zu sein. Das ist beim Saisonauftakt immer eine große Hürde, denn man weiß nicht wirklich wo man umgeht. Ich werde versuchen mich bestmöglich auf den Wettkampf einzustellen. Wenn mir das gelingt ist viel möglich!“ blickt Magdalena Röck, die WM-Dritte des Vorjahres, dem Saisonauftakt optimistisch entgegen.

Optimismus und Vorfreude versprüht auch Katharina Posch: „Ich habe sehr gut trainiert und fühle mich auch sehr fit. Ich denke, wenn ich die Leistungen vom Training auf die Wettkampfwand in Chamonix bringen kann, wird sehr viel möglich sein. Auf alle Fälle wird’s jetzt Zeit, dass es endlich los geht!“ Junioren-Europameisterin Jessica Pilz sowie Katharina Posch starten bei den Damen auch in der Kombinationswertung und haben bei guten Ergebnissen im Lead auch Medaillenchancen in der Kombination aufgrund der starken Platzierungen bei der Boulder Heim-EM in Innsbruck Mitte Mai (Platz 5 für Pilz, Platz 12 für Posch).

Speed-Damen mit Außenseiterchancen
Mit Alexandra Elmer, Nina Lach und Stefanie Pichler wurden auch drei SpeedSpezialistinnen für die EM in Chamonix nominiert, die Außenseiterchancen auf Topplatzierungen haben. „Für eine Top-Ten Platzierung im Speed wird wohl eine Verbesserung des Österreichischen Rekords von 09,01 sec notwendig sein. Wenn es unseren drei Damen gelingt die Trainingsleistungen auch im Wettkampf zu zeigen, dann ist dies auf alle Fälle möglich!“ hofft ÖWK Sportdirektor Heiko Wilhelm.

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