Erfolgreich ging für Österreichs Tischtennis-Aushängschild Liu Jia das europäische Olympia-Qualifikationsturnier in Halmstad zu Ende. Mit ihrem dritten Sieg im dritten Spiel holte sich die Wahl-Linzerin die Startberechtigung für das Einzelturnier in Brasilien, nach Sydney, Athen, Peking und London bestreitet die Österreicherin in Rio de Janeiro bereits ihre fünften Olympischen Spiele.

Bis sie das Olympia-Ticket  in der Tasche hatte, musste die sie gegen Barbora Balazova aus der Slowakei aber einige bange Momente überstehen. 0:1 und 1:2 lag sie zunächst zurück, wobei sie beide Sätze knapp mit zwei Punkten Unterschied abgeben musste. Mit drei sicheren Satzgewinnen übernahm sie zwar die Führung, ein weiteres 10:12 bescherte aber einen Entscheidungssatz. Kraft kosteten auch viele Aufholjagden, in Durchgang eins kam sie von 1:7 auf 9:10 heran, in Satz sechs konnte sie sich von 0:7 auf 10:10 heran kämpfen – beide Male hatte aber die Slowakin das bessere Ende für sich. Im Entscheidungssatz konnte sich „Susi“ zwar mit 7:4 absetzen und hatte bei 10:7 die ersten Matchbälle, zwei davon konnte Balazova aber rasch abwehren. Erst die dritte Chance wusste Liu Jia zu nutzen, mit 11:9 rettete sie den Vorsprung knapp ins Ziel.

„Meine Gegnerin spielte wirklich sehr gut, sie hatte eine sehr gute Qualität in ihrem Topspin und hat sehr sicher gespielt.“, zollte Liu Jia ihrer Gegnerin Respekt. „Ich war auch wenig nervös, ich wollte mich unbedingt heute qualifizieren, damit ich das zweite Turnier nicht auch noch spielen muss. Jetzt bei ich einfach nur müde und glücklich!“

Weiter zuwarten heißt es allerdings für Robert Gardos. Nach zwei sicheren Siegen zum Auftakt fand der  Österreicher im Weltranglisten-11. Deutschen Timo Boll seinen Meister und blieb beim 0:4 (-9,-7,-3,-4) ohne Chance.  Gardos muss daher in das zweite Qualifikationsturnier, als „Finalist“ des ersten Turniers genießt er hier allerdings in Runde eins ein Freilos.

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