Titelverteidiger Günther Matzinger gewann am Samstagabend bei den Paralympics in Rio de Janeiro in der Klasse T47 die Bronzemedaille über 400 Meter. Für den Leichtathleten ist es nach zwei Goldmedaillen in London die dritte Medaille bei Paralympischen Spielen.

Der 29-Jährige musste sich nur dem Kubaner Ernesto Blanco und Lokalmatador Petrucio Ferreira dos Santos geschlagen geben. Auf der Zielgeraden kam es zu einem Herzschlagfinale: Matzinger konnte den Kubaner Blanco noch fast abfangen, wurde aber seinerseits noch vom Brasilianer, der über 100 Meter Gold gewann, auf den letzten Metern überholt.

„Es war ein verrücktes Rennen. Die ersten 200 Meter waren locker. Nach der letzten Kurve hat sich das Feld zusammengeschoben. Im Ziel wusste ich nicht, ob ich Zweiter oder Fünfter bin, es war eine noch nie dagewesene Situation“, schilderte der Lungauer seine Eindrücke des Finallaufes. Einer kurzen Phase des Zitterns im Ziel folgte schon bald die Erlösung: „Als ich sah, dass es für Bronze gereicht hat, war die Erleichterung riesengroß“, so Matzinger euphorisch. Mit einer Zeit von 48,95 Sekunden blieb er über seiner persönlichen Bestleistung (48,29), die er im Frühjahr in Regensburg aufgestellt hatte. Der Salzburger sorgte mit seiner Bronzemedaille über die Stadionrunde für das achte Edelmetall des ÖPC-Teams in Rio.

Günther Matzingers erste Reaktion nach dem Finallauf

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