Österreich hält bei den Paralympics in Rio de Janeiro schon bei fünfmal Edelmetall. Auf Bronze durch Tischtennisspieler Krisztian Gardos folgten gestern gleich vier Medaillen.

Zunächst stockten die Handbiker Thomas Frühwirth und Walter Ablinger im Einzelzeitfahren in ihren Behinderungsklassen mit Silber das Medaillenkonto des ÖPC auf. Nur wenige Stunden später durfte dank Dressurreiter Pepo Puch die erste Goldmedaille bejubelt werden. Mit 75,103 Prozent gewann der Steirer auf Fontainenoir den Individual Championship Test in Grade 1b vor dem britischen Weltmeister Lee Pearson mit Zion (74,103) und der Dänin Stinna Kaastrup mit Smarties (73,897). „Das Reden und Atmen fällt mir ein bisschen schwer, aber ich freue mich wahnsinnig über mein Pferd und über mein Team. Wir haben so gut zusammengearbeitet, sind von Tag zu Tag besser geworden. Es ist wunderbar, ich freue mich unglaublich“, sagte Pepo Puch mit tränenerstickter Stimme im ersten Interview mit ORF-Reporterin Gabi Jahn.  Der 50-jährige Grazer, den seine Schweizer Frau Michelle und Tochter Lou in Rio begleiten, erklärte, wie schwierig die Bedingungen im paralympischen Viereck in Deodoro waren: „Es war nicht einfach durch den starken Wind, Fonti war dadurch ziemlich abgelenkt, weil die Gerüche und Töne der Zuschauer viel näher kommen. Zum Glück konnte ich ihn in der Konzentration wieder zu mir holen.“

Am Abend sorgte schließlich Schwimmer Andreas Onea für den glänzenden Abschluss des rundum erfolgreichen Tages für Österreich. Der Deutsch-Wagramer schwamm über 100 Meter Brust in der Klasse SB 8 zu Bronze und holte damit bei seinen dritten Paralympics die erste Medaille. Im Medaillenspiegel liegt Österreich nun auf Rang 42. China führt die Wertung in überlegener Manier mit 172 Medaillen an.

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