Zwei mal die Höchstnote 10 von den Wertungsrichtern und der am höchsten bewertete Sprung des gesamten Tages – mit einer persönlichen Bestleistung von 533,90 Punkten hat der Engländer Gary Hunt in Texas den dritten von drei Wettkämpfen für sich entschieden. Der Zeitplan des dritten Stopps musste aufgrund heftiger
Wetterkapriolen in der Region abgeändert werden und brachte letztendlich ein reines World Series Champions Podium hervor. Orlando Duque aus Kolumbien und Artem Silchenko aus Russland – die
Gesamtsieger von 2009 und 2013 – vervollständigten die Top Drei von der 27 Meter Plattform. Die Wettkampfserie der Frauen startete am Possum Kingdom Lake in die Saison 2015 und Rachelle Simpson, die amtierende Titelträgerin aus dem texanischen San Antonio, sprang von der zweifachen olympischen Höhe zum Sieg.

Der Hattrick ging an den scheinbar unaufhaltbaren 30-jährigen Gary Hunt, der Kolumbianer Orlando Duque (478,70 Punkte) errang seinen dritten Podiumsplatz in drei Wettkämpfen und beglich damit eine alte Rechnung mit dem Ort, nachdem er im vorangegangenen Jahr aufgrund eines missglückten Sprungs ganz hinten im Klassement gelandet war. Das Podium komplettiert hat der dritte Gesamtsieger einer World Series, Russlands Artem Silchenko (466,90 Punkte). Nachdem er zuvor den Amerikaner Andy Jones im K.O. Springen knapp geschlagen hatte, sprang er vom siebten Platz in die Finalrunde, wo er sich mit einer hervorragenden Ausführung seines rückwärtigen Handstand Sprungs mit blinder Landung ein Top Drei Ergebnis sicherte.

Die Texanerin Rachelle Simpson (243,40 Punkte) dominierte unterdessen den ersten Stopp der World Series der Damen, bei dem sich 10 Athletinnen von der 20 Meter Plattform gemessen haben. Simpson gewann den Wettkampf vor der beeindruckend springenden kanadischen Wildcardathletin Lysanne Richard (222,00 Punkte) und ihrer amerikanischen Landsmännin Ginger Leigh Huber (213,40 Punkte). Die Damen treffen erneut Mitte Juli auf den portugiesischen Azoren aufeinander.

Nach dem Saisonauftakt Ende April im kolumbianischen Cartagena und dem ersten europäischen Stopp 2015 in La Rochelle, Frankreich, vor zwei Wochen, hat das Springen am Hell’s Gate am Possum Kingdom Lake angesichts der kurzfristigen Umplanung des Wettkampfes die wahre Klasse der Athleten aufgezeigt. Sprünge mit höchsten Wertungen, ein wachsender Schwierigkeitsgrad im Wettkampf der Damen und eine starke Gesamtleistung des “Teams USA” mit einem Sieg und einem dritten Rang im Damenbewerb sowie drei Athleten in den Top Acht der Männerkategorie. Vom amerikanischen “Lone Star State” springt die Klippensprungelite über den Atlantik und kehrt in drei Wochen in die dänische Hauptstadt Kopenhagen zurück, wo sie noch mehr Sprungkomplexität mit Geschwindigkeiten von 85 km/h zeigen wird.

© Red Bull Media House

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