Le Mans, das bedeutet für mich als Zuschauer: 24 Stunden Action-Thriller. Kein Autor würde je so ein Drehbuch schreiben können, das nur ansatzweise an den Klassiker in Frankreich herankommt. Mensch und Maschine werden eins, die Konzentration geht nicht mehr höher, alles ist angespannt, die hochkomplexe Technik muss durchgängig funktionieren.

Und dann geht es in die Nacht. Sichtweite nur bis zum Ende des Scheinwerferkegels, vor einem ein endloser Faden an roten Rücklichtern, die am Ende der Gerade abbiegen. Was die drei Fahrer pro Team leisten, ist unbegreiflich! Insbesonders die LMP1-Piloten müssen immer Aufmerksam bleiben: In der Klasse der Autos mit der meisten Leistung stehen pro Runde mehrere Überrundungen an. Millimeterarbeit in den Kurven… Bis die Sonne wieder aufgeht.

„Rennen fahren ist das Leben. Die Zeit dazwischen ist Warten.“
~ Zitat von Stevie McQueen aus dem Film „Le Mans“ (1970)

Alles nur für den einen Moment: Nach einem Tag und einer Nacht ganz oben auf dem Podest zu stehen. Es gibt für einen Rennfahrer kein besseres Gefühl – da spreche ich aus Erfahrung – als auf dem Siegertreppchen zu stehen.

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