Das Österreichische Olympische Comité hat heute bei der Hauptversammlung im Wiener Studio 44 eine umfassende Statutenänderung beschlossen. „Es geht uns darum, schlankere, zeitgemäße Strukturen zu schaffen – nach dem Vorbild der Privatwirtschaft“, stellte ÖOC-Präsident Karl Stoss klar. Vorstand und Präsidium fungieren ab sofort als Kontrollorgan – mit den Funktionen eines Aufsichtsrates vergleichbar. Das operative (Tages-) Geschäft wird künftig eigenverantwortlich vom ÖOC-Generalsekretariat abgewickelt.

Neu ist auch, dass den Athleten ab sofort mehr Mitsprache und Verantwortung im ÖOC-Vorstand zugesprochen wird. Das heißt im Klartext, dass Athleten-Sprecher Christoph Sumann dem ÖOC-Vorstand als stimmberechtigtes Mitglied angehört, um auf höchster Ebene die Interessen der Athleten vertreten zu können. „Kurzfristig geht’s uns jetzt darum, bei Themen wie der Nominierung für Olympische Spiele bzw. beim Ausbau von internationalen Beziehungen zu beraten und zu unterstützen“, meint der 40-jährige Steirer. „Auf längere Sicht gesehen wollen wir dann auch dafür sorgen, dass legitimierte Athletenvertretungen in allen Fachverbänden bzw. Sportorganisationen eingerichtet werden – Stimmrecht inklusive.“

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