Österreichs Delegation für die 28. Sommerspiele in Rio de Janeiro wird maximal 69 Athleten (31 Damen, 38 Männer) umfassen. Das hat das ÖOC-Präsidium – allen voran Präsident Dr. Karl Stoss und Vize Prof. Peter Schröcksnadel – in seiner heutigen Sitzung beschlossen. In den bisherigen zwei Nominierungswellen waren 46 Athleten fix für Rio nominiert, heute kamen weitere 20 hinzu. Im letzten Moment schafften Ringer Amer Hrustanovic und Gewichtheber Sargis Martirosjan den Sprung ins Aufgebot. Zum Vergleich: Für London 2012 hatten sich insgesamt 70 ÖsterreicherInnen qualifiziert. Für die Eröffnungsfeier im Maracana-Stadion wurde Liu Jia als Fahnenträgerin ausgewählt. Die 34-Jährige nimmt zum bereits 5. Mal für Österreich an Olympischen Spielen teil.

Die Entscheidungsgrundlage war von ÖOC-Seite klar definiert: „Startplätze, die aufgrund von Dopingvergehen frei wurden, haben wir akzeptiert. Was wir definitiv nicht machen, ist, Startplätze aufzufüllen, die von anderen Nationen zurückgegeben wurden. Damit würden wir unsere Limits ad absurdum führen“, stellt ÖOC-Präsident Karl Stoss klar.

Drei Sportler müssen noch um ihren Olympia-Start bangen: Die Tennis-Doppel-Spezialisten Oliver Marach/Alex Peya warten auf die Erlaubnis des Internationalen Tennis-Verbandes (ITF), dass Marach in Rio antreten darf, obwohl er die verlangten (zwei) Davis-Cup-Einsätze nicht vorweisen kann. Bei Jakub Maly fehlt die Bestätigung des Internationalen Schwimmverbandes, ob seine (B-)Limit-Zeit über 400 m Lagen für einen internationalen Quotenplatz reicht.

Der Nennschluss endet am Montag, den 18. Juli, um 24 Uhr (Ortszeit Rio). „Eigentlich waren die finalen Entscheidungen der internationalen Verbände für Anfang der Woche angekündigt. Aber wir warten immer noch. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Formalitäten noch lösen lassen – es wäre im Sinne der Athleten“, meint ÖOC-Generalsekretär Dr. Peter Mennel.

Tischtennis-Lady Liu Jia übte sich schon im Fahnen-Schwingen: „Innerlich habe ich es mir oft gewünscht, einmal Österreichs Fahnenträgerin sein zu dürfen. Jetzt wird ein Traum wahr, ich bin glücklich und stolz. Es ist eine große Ehre, die mir als noch größere Motivation dienen wird.“ Die Ex-Europameisterin ist im Einzel-Bewerb als Nummer 16 gesetzt.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *