Früher als in den letzten Jahren steht für die ÖRV-Athleten von 15. bis 17. April der erste Weltcup auf dem Programm. Neun ÖRV-Ruderer werden in vier Bootsklassen bei der ersten Weltcupstation der Saison in Varese (Italien) an den Start gehen. Die Ziele unterscheiden sich jedoch.

Die bereits für die Olympischen Spiele in Rio qualifizierten Boote – Magdalena Lobnig im Einer und Bernhard und Paul Sieber im Leichtgewichts-Doppelzweier – bestreiten den Weltcup aus dem Training heraus, der Leistungshöhepunkt soll erst zu den Olympischen Spielen im August erreicht werden. „Ich trainiere noch im Grundlagenbereich, am Sonntag bin ich meine erste Belastung gefahren, aber ich weiß, dass ich noch im Formaufbau bin. In Varese wird man sehen, wie sich die anderen über den Winter entwickelt haben“, sagt Magdalena Lobnig, die sich mit Platz neun bei den Weltmeisterschaften im Vorjahr das Ticket für Rio 2016 sicherte. Im Vorjahr belegte die 25-Jährige beim Weltcup in Varese den dritten Platz. Dass in der Olympiasaison andere Gesetze gelten, hat sich bereits in der Winterpause gezeigt: „Viele sind in der Vorbereitung persönliche Bestzeiten gefahren, aber ich auch“, lacht Lobnig.

Auch für Paul und Bernhard Sieber gilt in der traditionell stark besetzten Bootsklasse des Leichtgewichts-Doppelzweiers die gleiche Ausgangslage: Der erste Weltcup der Saison wird als Station Richtung Saisonhighlight – die Olympischen Spiele in Rio im August – angesehen.

In seiner Neubesetzung mit Julian Schöberl, Florian Berg, Markus Lemp und Alexander Chernikov fährt der Leichtgewichts-Vierer ohne zum ersten Weltcup nach Varese. Und die ÖRV-Athleten möchten sich gleich beim ersten Weltcup gut im Feld mit den anderen konkurrierenden Booten um einen Restquoten-Platz positionieren. „In der neuen Besetzung harmonieren wir sehr gut, jeder gibt beim Training alles und wir können bei jedem Training auf das aufbauen, was wir uns erarbeitet haben, das macht richtig Spaß“, sagt Florian Berg. „Wir sind gegenüber dem Vorjahr auch konstanter geworden. Beim ersten Weltcup möchten wir im ersten Schritt das umsetzen, was wir im Training schon zeigen“, ergänzt Berg. Neu besetzt wurde auch der Doppelzweier der Damen: Lisa Farthofer möchte sich gemeinsam mit Leonie Pless noch das Ticket für Rio sichern. „Wir sind sehr motiviert, die Vorbereitungen sind gut verlaufen und nach dem ersten Weltcup werden wir sehen, woran wir noch zu arbeiten haben“, sagt Lisa Farthofer.

Varese bzw. der Lago di Varese liegt in Norditalien (Region Lombardei) in Nachbarschaft des etwas bekannteren Sees Lago Maggiore. Bei guten Wetterbedingungen könnten bereits zum Saisonstart schnelle Zeiten gefahren werden.

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