ÖOC und ÖPC präsentierten am Dienstag in Wien die Ausstattung für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro, die von 5. bis 21. August erstmals auf südamerikanischem Boden über die Bühne gehen werden. Das Outfit umfasst nicht weniger als 70 Artikel im Wert von zirka 3.600 Euro. Die Trainings- und Sportbekleidung von Ausstatter Erima wird von den Nationalfarben Rot-Weiß-Rot dominiert. Bei der Eröffnungs- und Schlussfeier werden die ÖOC- und ÖPC-Teams eine Ziegenvelours-Lederhose tragen. Damit sollte Österreich die Aufmerksamkeit der 80.000 Zuschauer im Maracanã-Stadion und der gut 500 Millionen TV-Zuseher sicher sein.

Noch sind es exakt 73 Tage bis zur Eröffnung der größten Sportveranstaltung der Welt, den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. 10.900 Athleten aus 206 Nationen werden erwartet, 7,5 Millionen Tickets wurden aufgelegt, knapp fünf Millionen davon sind bereits verkauft. An 17 Wettkampftagen stehen insgesamt 306 Bewerbe auf dem Programm. Damit nicht genug: Gut vier Wochen später, ab 7. September, gehen in Rio die Paralympics mit mehr als 4.000 Athleten aus mehr als 170 Nationen in Szene.

„Wenn’s um Athleten und Coaches geht, dann ist das Beste gerade genug“, betonte ÖOC-Präsident Karl Stoss. „Wir sind dankbar und stolz, dass olympische und paralympische Athleten in bewährter Art und Weise gemeinsam auftreten. Im Sport kennen wir keine Unterschiede, zählt am Ende vor allem die Leistung“, meint ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat.

Vor mehr als einem Jahr sind die Vorbereitungen für die Olympia-Kollektion angelaufen, im Dezember wurde mit der Produktion begonnen. „Wir haben mehr als 12.000 Einzelstücke bestellt – rund 9.500 davon werden wir im Juli bei der Einkleidung tatsächlich benötigen“, erzählte Erima-Geschäftsführer Willy Grims. Das endgültige ÖOC-Aufgebot wird erst am 15. Juli, exakt einen Tag vor der offiziellen Einkleidung, nominiert. „Deshalb mussten wir mit unseren Einschätzungen auf Nummer sicher gehen“, ergänzte Grims.

Neun Ausstatter – Erima, Adelsberger, Salomon, P&G, Peeroton, O`Neill, Daylong, Bushman und ThermaCell – haben sich an der Rio-2016-Kollektion beteiligt. Das Gros der insgesamt 70 Produkte stellt Erima mit der Trainings- und Sportbekleidung – 40 Stück an der Zahl, von T-Shirts, Polos, Shorts über den Präsentations-Anzug bis hin zum Longsleeve und zur Softshelljacke mit Kapuze – für besonders windige Tage. Grims: „Wir erwarten Durchschnittstemperaturen zwischen 20 und 24 Grad, aber bei starkem Wind kann’s auch in Rio, im brasilianischen Winter, für unsere Verhältnisse ein bisschen kühl werden.“ Für den sportlich-eleganten Look bürgt das Modehaus Adelsberger und wartet mit einer absoluten Neuheit auf: „Für die Eröffnungsfeier haben wir eine Ziegenvelours-Lederhose ausgewählt – das hat man im Maracanã noch nie gesehen“, verriet Geschäftsführer Bernhard Adelsberger.

Die Freizeit-, Lauf- bzw. Komfortschuhe werden von der Firma Salomon gestellt. Eigens für das Österreichische Olympia-Team gibt’s den Speedcross in limitierter rot-weiß-roter Olympia-Edition. „Bei der Eröffnung kann’s schon vorkommen, dass du als Athlet drei, vier Stunden im Stehen verbringst. Wir bieten unseren Athleten die optimale Passform, den maximalen Komfort. Und modisch sind unsere Schuhe auch top“, versicherte Matthias Lanzinger, seines Zeichens Paralympics-Athlet und Mitarbeiter der Firma Salomon.

Foto-Copyright: ÖOC/GEPA, Philipp Brem

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