Dann wenn kein Fischer sich mehr aufs Meer wagt, wenn die Menschen ihre Häuser vernageln und Schulen geschlossen bleiben, dann ist „Action Time“ für die verwegensten Sturm-Surfer der Welt. Bei haushohen Wellen und Wind um die 70 Knoten (80 mph / 130 kmh) waren deshalb auch nur die wirklich Besten der Besten zum „Red Bull Storm Chase“ geladen. Um die drei größten Stürme der Weltmeere heraus zu fordern, brauchte es ganze 18 Monate, ehe die ursprünglich zehn besten Windsurfer in Irland (Januar 2013)und Tasmanien (August 2013) ihren Meister suchten. An diesem Wochenende kam es an der sturmumtosten Küste Cornwalls in Großbritannien zum großen Showdown der besten Vier.

© Red Bull
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Dass es im Kampf mit den Elementen nicht unbedingt um körperliche Wucht geht, bewies der Franzose Thomas Traversa. Trotz seiner nur 60 Kilogramm „Kampfgewicht“ hatte er Wellen und Wind am besten im Griff und holte sich den Sieg vor Weltmeister Marcilio Browne aus Brasilien und dem Deutschen Leon Jamaer.

Red Bull Storm Chase, Endergebnis:
1. Thomas Traversa (FRA)
2. Marcilio Browne (BRA)
3. Leon Jamaer (GER)
4. Dany Bruch (GER)

© Red Bull
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Red Bull Storm Chase ist der extremste aller Windsurfing-Wettkämpfe, dessen Wartezeit bereits im August 2012 begann. In Erwartung dreier gigantischer Stürme irgendwo auf der Welt stürzten sich zehn der weltbesten Athleten der Disziplin in den Kampf um die Krone des ultimativen Windsurfers, der jedem Sturm trotzt. Die zehn über ein Public Voting nominierten Windsurfer waren bei ihrer Jagd auf die drei gewaltigen Stürme während der Sturmsaisons der Welt auf Standby, wobei sieben zuvor nominierte Locations als potenzielle Austragungsorte der Wettkämpfe genannt wurden. Bei der ersten Mission in der irischen Brandon Bay Ende Januar 2013 wurden bereits vier Athleten der ursprünglichen Besetzung eliminiert. Ab dem 22. Juli 2013 waren die sechs verbleibenden Windsurfer für die zweite Mission auf Standby, die vergangenen August im australischen Tasmanien für eine stürmische Herausforderung sorgte. Von den sechs übrigen Athleten qualifizierten sich vier für die dritte und letzte Mission, bei der der Red Bull Storm Chase Champion 2014 gekrönt wird. Um sich in extremste Bedingungen stürzen zu können, mussten die Teilnehmer während der Standby-Zeit abrufbereit sein, um innerhalb von 48 Stunden zuschlagen zu können, wenn der nächste Sturm wütete.

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