Im Schlaf auf den Balkon gewandelt, sieben Meter in die Tiefe gestürzt – Diesen Albtraum hat Viktoria Schwarz erlebt. Mittlerweile ist die Oberösterreicherin aber zum Glück bereits wieder voller Tatendrang.

Die Oberösterreicherin, die sich dabei „nur“ eine gebrochene linke Schulter, eine gebrochene Nase und ein gebrochenes Fersenbein zugezogen hat, weiß, dass sie ab sofort neben dem 2. Juli einen zweiten Geburtstag feiern darf: „Ich hatte hundert Schutzengel. Mein großes Glück war wahrscheinlich, dass ich angesichts der Olympia-Quali wirklich perfekt durchtrainiert war.“ Mittlerweile ist die 30-Jährige, die im Krankenhaus Linz operiert wurde, schon wieder ins Training eingestiegen, schwitzt am Ergometer und absolviert Krafteinheiten. „Ich brauche das Training ganz einfach für mich und für meinen Sport.“

Lehaci nimmt die EM in Moskau solo in Angriff
Die EM in Moskau (24. bis 26. Juni) ist für Schwarz aber natürlich kein Thema, ihre K2-Partnerin Ana Roxa Lehaci wird jedoch in Russland in den K1-Bewerben über 200 und 5.000 Meter starten. Wie es zu diesem Zwischenfall Ende Mai kommen konnte, ist Schwarz nach wie vor ein Rätsel: „Ich hab vor dem Schlafengehen Hustentropfen genommen. Und ich weiß, dass ich schon einige Male im Schlaf herumspaziert bin. Aber nicht in diesem Ausmaß. Ich kann mich an absolut nichts erinnern.“ Dass die Olympia-Quali mit Ana Roxana Lehaci in Duisburg um 66 Tausendstel verpasst wurde, ist nach wie vor bitter, relativiert sich für Schwarz aber mittlerweile natürlich.

Olympia 2020 das nächste Fernziel
Und mit Olympia 2020 hat man längst das nächste Fernziel auserkoren. „Aufhören? Ganz sicher nicht. Wir sind ja noch jung“, meint Schwarz lachend. „Derzeit ist es sicher kein Fehler, ein bisschen den Kopf frei zu bekommen. Aber wir werden im Einser und im Zweier weiter Gas geben. Als Team braucht man Zeit, um Routine und Kraft zu entwickeln. Und wir sind auf dem richtigen Weg!“

Tags

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *