Wenn Star Trek auf die Piste kommt: Studenten bauen einen Le Mans-Flitzer, der den Streckenrekord des Nürburgrings brechen soll.

Unglaublich aber wahr. Niederländische Studenten von der Technischen Universität in Eindhoven arbeiten momentan an einem LeMans-aritigen Renner mit Hybridantrieb. Der InMotion IM01 soll schon 2018 beim Langstreckenrennen antreten, zuvor aber noch den Nordschleifenrekord brechen. Angetrieben wird der LMP1-Klasse-Wagen von vier Elektromotoren, pro Rad also genau einer. Zusätzlich wird wohl ein Wankelmotor als „Range Extender“ eingebaut werden müssen, der dauerhaft Strom zuliefert, denn die Batteriekapazität wird für ein Langstreckenrennen nicht reichen.

Karosserie und Chassis sind gnadenlos auf pure Aerodynamik eingestellt. Die Platten neben der Nase leiten die Luft unter dem Auto entlang, und verhindern Luftverwirbelungen. Auch die Luftleitbleche an den Seitenkästen bedeuten für jeden Aerodynamiker: Pure Effizienz. Man nutzt des weiteren einen angeblasenen Diffusor am Heck des Autos, um mehr Abtrieb zu generieren. Um Luft auf ihn zu bekommen, wird die heiße Abluft aus der Kühlung der E-Motoren genutzt. Ein beeindruckendes Prinzip, welches in der Formel 1 bereits verboten wurde. Das Sichtfeld des Fahrers ist so stark eingeschränkt, dass man kleine Kameras einbauen muss, die ihre Bidler auf Monitore im Cockpit liefern.

Komplett neu sind die Entwickler aber nicht im Motorsport: Schon 2013 haben sie bei einer Solar-Rallye in Australien den Titel holen können. Nun stecken sie sich andere Ziele.

Bevor der InMotion IM01 aber gen Himmel gelobt wird, muss erst einmal ein alter Rekord gebrochen werden. Die Studenten haben sich als Ziel gestzt, den seit über 30 Jahren existenten Nordschleifenrekord zu knacken. Damals war es Stefan Bellof im Porsche 956, der den Ring mit 6:11,13 Minuten umrundete.

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