Dominic Thiem (ATP 15) setzt seinen Erfolgslauf bei den diesjährigen French Open weiter fort. Der an 13 gesetzte 22-jährige Lichtenwörther drehte am Donnerstagnachmittag das hochkarätige Viertelfinalmatch gegen den Belgier David Goffin (ATP 13) und gewann nach zwei Stunden 55 Minuten mit 4:6, 7:6 (9/7), 6:4 und 6:1. Thiem steht damit nach Thomas Muster und Jürgen Melzer als dritter Österreicher im Halbfinale eines Grand Slam. In der Runde der letzten Vier trifft Österreichs Nummer eins am Freitag zum zweiten Mal in diesem Jahr auf den Weltranglistenersten Novak Djokovic.

Goffin im Ersten mit besserem Ende

Der erste Satz begann gleich mit drei Breaks, Thiem ging dabei mit einem Rückhand-Cross-Passierball mit 2:1 in Front. Diese Führung hielt der Lichtenwörther auch bis zum Stand von 4:2. Von da an agierte Goffin jedoch besser, zwang seinen Kontrahenten zu Fehlern, sicherte sich das 4:4 Re-Break und ging daraufhin mit 5:4 in Front. Im darauffolgenden Game besiegelte eine zu lange Rückhand Thiems bei 30:40 den Satzgewinn des Belgiers.

Im zweiten Durchgang war es Goffin der zuerst mit 2:0 und in weiterer Folge mit 5:3 Breakführung vorne lag. Dem Österreicher gelang aber beide Male das postwendende Re-Break. Die Entscheidung fiel in einem sehr engen Tie-Break, in dem das Momentum ständig wechselte. Thiem erwischte dabei den besseren Start und erkämpfte sich eine rasche 5:2 Führung. Durch einen missglückten Smash des Lichtenwörthers, der bei 5:3 an der Netzkante hängen blieb, kam Goffin jedoch wieder zurück. Österreichs Youngster musste im weiteren Verlauf noch einen Satzball seines Kontrahenten abwehren, bevor er bei 8:7 seine zweite Chance zum Satzausgleich verwertete.

Goffin kommt aus dem Konzept

David Goffin startete besser in den dritten Satz und sicherte sich mit einem Vorhand-Cross-Winner die 1:0 Breakführung. Ab Mitte des Durchgangs agierte der Belgier immer schwächer, spielte oftmals zu durchsichtige Stopps und wirkte nicht mehr locker. Österreichs Nummer eins sicherte sich mit einem Vorhand-Return-Winner das Re-Break zum 4:4 und in Folge ein weiteres um 6:4 Satzgewinn.

Im Vierten hatte Dominic Thiem keine Probleme mehr, ging prompt mit Doppelbreak 5:0 in Front und verwertete seinen ersten Matchball zum Endstand.

Thiem steht durch diesen Sieg nicht nur zum ersten Mal im Halbfinale eines Grand Slam, sondern wird ab Montag auch erstmals in die Top-10 der Weltrangliste, wo er den siebenten Platz einnehmen wird, einziehen.

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