Die Wintersportkompetenz des Österreichischen Olympischen Comités ist auch beim Internationalen Olympischen Comité gefragt: ÖOC-Präsident Karl Stoss und Generalsekretär Peter Mennel wurden eingeladen, an der Evaluierung und Neu-Ausrichtung von Olympischen Winterspielen bzw. Olympischen Jugendspielen mitzuarbeiten.

Das Internationale Olympische Comité treibt mit Hochdruck die Weiterentwicklung der Olympischen Winterspiele voran. Am Sonntag tagte in Lausanne eine 27-köpfige Arbeitsgruppe, mit dem Ziel, die aktuellen Rahmenbedingungen von Winterspielen (inklusive Kandidatur) zu beleuchten bzw. Zukunftsperspektiven zu definieren. Noch im Sommer sollen die ersten Maßnahmen präsentiert werden.

ÖOC-Präsident Dr. Karl Stoss war einer der Teilnehmer des eintägigen Workshops. Mit dabei waren u.a. auch IOC-Vizepräsident John D. Coates (als Vorsitzender), FIS-Präsident Gian Franco Kasper, IIHF-Präsident René Fasel, der Präsident des Internationalen Eiskunstlauf- und Eistanz-Verbandes Ottavio Cinquanto und der Geschäftsführer des Deutschen Olympischen Sportbundes Michael Vesper.

Im Rahmen der sogenannten Agenda 2020 will das IOC die Attraktivität der Winterspiele nachhaltig steigern. „Die Spiele sollen überschaubarer, kompakter und damit auch wieder leistbarer werden“, meint ÖOC-Präsident Karl Stoss. Auf der Tagesordnung standen Themen wie die Neu-Organisation des Bewerbungs- und Auswahlprozesses, die Nachhaltigkeit bzw. Neu-Strukturierung der Organisation von Spielen etc. „Natürlich gibt es viele Stimmen, die sich wieder Winterspiele in den Alpen wünschen. Innsbruck und Seefeld wurden da oft genannt, auch St. Moritz. Und es geht darum, wieder mehr Interesse, d.h. mehr Bewerbungen, zu generieren.“

Das ÖOC ist durch Generalsekretär Peter Mennel auch noch in einer zweiten Arbeitsgruppe vertreten (u.a. gemeinsam mit EOC-Präsident Patrick Hickey, dem 4-fachen Schwimm-Olympiasieger Alexander Popov, Eishockey-Olympiasiegerin Angela Ruggiero). Da steht die Evaluierung der Olympischen Jugendspiele (nach mittlerweile vier Auflagen) auf der Agenda. Peter Mennel: „Die Jugendspiele in Lillehammer waren ein deutliches Signal – im Sinne schlankerer Strukturen bzw. neuer, attraktiver Wettkampf-Formate. Da wurde auf Nachhaltigkeit und Kompaktheit sehr viel Wert gelegt.“

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